ÜBER DEN BLOG

Willkommen bei Sinoskop, dem Blog zu China!

Sinoskop ist ein unabhängiges, nicht-kommerzielles Projekt aus Leidenschaft. 

Im April 2020. Viel ist passiert, seit ich im Herbst 2018 den ersten Beitrag auf diesem Blog veröffentlicht habe.

Der Konflikt zwischen der alten Großmacht (Trumps Vereinigte Staaten von Amerika) und der aufstrebenden (Xis Volksrepublik China) hat sich seitdem zunehmend verschärft. Auf der großen Bühne der Weltpolitik kommt es regelmäßig zum offenen Schlagabtausch zwischen den Rivalen, und auch hinter den Kulissen wird um Macht und Einfluss gerungen.

Der Beziehungsstatus zwischen Europa und der Volksrepublik China hat ebenfalls gelitten. Der langjährige Partner aus Fernost wird nunmehr stärker als Konkurrent und Rivale angesehen. Das wirtschaftliche Leitmotiv “Handel durch Wandel” hat sich endgültig als Irrglaube verabschiedet und somit auch als beschwichtigende Ausrede eines „weiter so“ ausgedient.  

“Amerika zuerst”  “China Traum”  “Altes Europa”

Gleichzeitig tritt die Volksrepublik China immer selbstbewußter auf und formuliert offen den Anspruch, einen Platz in der vordersten Reihe in der Welt des 21. Jahrhunderts einnehmen zu wollen. Ein Platz, der ihr dem eigenen Selbstverständnis nach gebührt.

Kurzer Blick zurück: Die erste industrielle Revolution begann gegen Mitte des 18. Jahrhunderts. Die wirtschaftlichen und kulturellen Schwergewichte hießen bis dahin über lange Zeit Indien und China.

Die modernen Industriegesellschaften entstanden jedoch nicht in Peking oder Delhi, sondern in London, Paris, Essen.

Diese mit dem technischen Fortschritt verbundene Überlegenheit ermöglichte Westeuropa und den USA (sowie Japan) den Aufstieg an die Weltspitze des industriellen Zeitalters.

Wird das 21. Jahrhundert ein chinesisches?

Heute leben wir mitten in einer neuen, “vierten” industriellen Revolution, dem digitalen Zeitalter. Dadurch verändern sich unsere Lebenswelten wie nie zuvor in der Menschheitsgeschichte auf rasante Art und radikale Weise.

Asien und insbesondere China sind auf dem Weg zurück zu alter Größe. Erwähnt werden muss an dieser Stelle auch, dass wir zusätzlich zur digitalen Revolution eine neue “Heißzeit” erleben. Diese stellt uns als Weltbevölkerung gleichermaßen vor gewaltige Herausforderungen. Auch hier kommt China eine Schlüsselrolle zu.

China im 21. Jhdt. betrachten

Im hier und jetzt ist der Ton innerhalb kurzer Zeit immer rauer geworden. In Verbindung mit “gefühlten” oder “alternativen” Fakten und Wahrheiten stellen diese Entwicklungen eine sachliche Auseinandersetzung mit China auf den Prüfstand.

Dabei sind die Reduzierung auf schwarz-weiß Muster und das kreieren von Feindbildern besonders bedenkliche Entwicklungen.

Deshalb möchte ich mit Sinoskop einen kleinen Beitrag zur China-Debatte beitragen. Mit kritischem Blick, jedoch ohne dabei “China-Bashing” zu betreiben.

Der Schwerpunkt liegt auf Politik, Wirtschaft, Umwelt und Kultur. Themen, die sich mit dem (Wieder-)Aufstieg des Reichs der Mitte und den damit verbundenen Entwicklungen, Chancen wie Herausforderungen, beschäftigen.

Sinoskop ist ein Blog zu China mit Hintergrundinformationen, Analysen, Kommentare, und einen Medienfilter der deutsch-, englisch- und chinesischsprachigen Berichterstattung.

Verständlich, kritisch, ausgewogen, ohne Anspruch auf Vollständigkeit.

Wer macht Sinoskop?

Mein Name ist Matthias Meyer – ich bin unabhängiger Sinologe und Politikwissenschaftler. Studium an der School of Oriental and African Studies in London (BA, MA) und in Peking an der Beijing Normal University.

Mit China beschäftige ich mich seit über einem Jahrzehnt. 2006 betrat ich in Hongkong erstmals asiatischen Boden und habe bisher über zwei Jahre in der Volksrepublik gelebt.

Weitere Langzeitaufenthalte (Mongolei, Nepal) und Reisen in und um das Reich der Mitte ließen mich Land und Leute in und über “Greater China” hinaus hautnah erfahren und erleben.

Weitere Lebenszeit und Reisen in West- und Osteuropa (UK, Spanien, Balkan).

Als weltreisender Zeitzeuge und wandernder Sprachmittler bin ich etwa so jung wie Chinas Reform- und Öffnungspolitik.

Ein paar Hinweise zum Abschluss:

– Um Verwechslungen oder Missverständnissen vorzubeugen: Es bestehen keinerlei Verbindungen zu Organisationen, Interessengruppen oder einem gleichnamigen Institut in einem europäischem Nachbarland.

– Als Betreiber dieses Blogs lege ich großen Wert darauf, nur ein Mindestmaß an Besucherdaten zu verarbeiten. Deshalb verzichte ich auf den Einsatz großer Datenkraken-Tools.

– Es sind stets Personen jeden Geschlechts gleichermaßen gemeint; aus Gründen der Lesbarkeit wird nur die männliche Form verwendet.

 

Viel Vergnügen bei Sinoskop, dem Blog zu China!