Kategorien
Allgemein Im Sinoskop Kunst & Kultur

#12 Filme aus China auf der 69. Berlinale

 Filme aus China auf der 69. Berlinale

Die Berlinale findet vom 07.02. – 17.02. statt und eigentlich hätte Zhang Yimous neuer Film „One Second“ im diesjährigen Wettbewerb teilnehmen sollen. Das neue Werk des international erfolgreichen Regisseurs (“Rotes Kornfeld”, “House of Flying Daggers”, “The Great Wall”)  spielt zur Zeit der Kulturrevolution und erzählt die Geschichte eines Kinofans in der chinesischen Provinz.

“Technische Probleme” im Vorfeld der Berlinale

In letzter Sekunde kam dann allerdings der Rückzug. Aufgrund „technischer Probleme“ könne der Film nicht gezeigt werden. Stattdessen wird Yimous Klassiker „Hero“ mit Jet Li und Maggie Cheung von 2003 ersatzweise gezeigt.

Dabei ist „One Second“ nicht der einzige Filmbeitrag aus dem chinesischen Raum, der es aufgrund von angeblichen Schwierigkeiten in der Postproduktion dieses Jahr nicht auf die Berliner Leinwand schafft. Das Hongkonger Melodrama „Shao nian de ni“ hatte scheinbar mit ähnlichen Schwierigkeiten zu kämpfen und wurde bereits vor dem Beginn der Berlinale aus der Liste der Teilnehmer gestrichen, unter Angabe von „technischen Gründen“. Kritische Stimmen sprechen hingegen von kulturpolitischen Gründen und von Zensur.

Trotz all dieser „technischen Probleme“ ist der chinesische Film (siehe auch #13 oder #10) dieses Jahr immer noch gut vertreten. Filme aus China erfreuen sich wachsender Beliebtheit.

Filme Aus China Auf der 69. Berlinale im Überblick:

  • „Chun nuan hua kai“ (From Tomorrow on, I Will) (Deutschland, China, Serbien) – Erzählt aus dem Leben eines jungen Nachtwächters in Peking.
  • „Complicity“ (Japan, China) – Die Geschichte eines Einwanderers aus Japan, der sich illegal in China auf- und über Wasser hält.
  • „Du jiu tian chang“ (China) – Eine generationenübergreifende Familiengeschichte, die sich von der Kulturevolution bis in die Gegenwart spannt.
  • „Di yi ci de li bie“ (China) – Ein Film über das Leben in einer uigurischen Dorfgemeinschaft im Nordwesten Chinas.
  • „A Dog Barking at the Moon“ (China, Spanien) – Ein chinesisches Familiendrama, in dem unbequeme Wahrheiten ans Licht kommen.
  • „Guo chun tian“ (The Crossing) (China) – Zeigt das Leben eines jungen Mädchens zwischen dne Grenzmetropolen Shenzhen und Hongkong.
  • „Splash“ (China) – Ein kurzer Animationsfilm ohne Dialog, dafür mit viel Wasser.
  • „Man you“ (Vanishing Days) (China) – Eine Familiengeschichte die im ostchinesischen Hangzhou spielt.
  • „The Shadow Play“ (China) – Ein Film über Verdrängung, Korruption und Bauskandale.
  • „Ye“ (The Night) (China) – Eine Geschichte über drei Außenseiter auf der Suche nach menschlicher Nähe.
  • „Prison Architect“ (China, Hongkong) – Eine Architektin und ein Insasse eines Hongkonger Gefängnisses tauschen sich über den Sinn des Seins aus.
  • „Öndög“ (Mongolei) – Zwar ist dieser Film über einen Mord in der Steppe als mongolischer Beitrag gelistet, allerdings ist der Regisseur Wang Quan’an ein Chinese.
  • „Ching shao nien na cha“ (Rebels of the Neon God) (Taiwan) – Eine Zeitreise mit Kleingangstern in das Taipeh der frühen neunziger Jahre.
  • „Dian jiao jian“ (Tiptoe) (Taiwan) – Ein Kurzfilm über den Alltag eines Geschwisterpaars, dass auf sich allein gestellt ist.

Mehr dazu:

BERLINALE: Offizielle Webseite der Berlinale mit Trailern und Informationen zu den Beiträgen

RBB24: Berlinale nimmt Hongkong-Film aus Wettbewerb

DEUTSCHEWELLE: Zhang Yimou und sein Verhältnis zur Macht


 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.